Gemeinde Visp - erneut als Energiestadt ausgezeichnet

Die Gemeinde Visp erreicht bereits zum sechsten Mal mit einem Resultat von 71.3% Punkten die Zertifizierung zur Energiestadt. Damit demonstriert die Gemeinde erneut ihr starkes Engagement zu einer nachhaltigen und messbaren Energiepolitik.

Visp ist stolz, sich weiterhin zu den 400 Energiestädten der Schweiz zählen zu dürfen. Das Label „Energiestadt", welches die Gemeinde Visp erstmals im Jahr 2000 erlangte, wird durch den Trägerverein Energiestadt an Städte, Gemeinden und Regionen vergeben, die sich kontinuierlich für eine effiziente Nutzung von Energie, den Klimaschutz, eine umweltverträgliche Mobilität und erneuerbare Energien engagieren.
Die Gemeinde Visp engagiert sich bereits seit mehreren Jahren für die Umsetzung von energie-, verkehr- und umweltpolitischen Massnahmen, indem sie diese in ihrem Einflussbereich umsetzt und die Bevölkerung zu energiebewusstem Handeln motiviert.
Die Gemeinde konnte in den letzten Jahren im Energiebereich erneut wirkungsvolle Projekte realisieren. So ist u.a. die „Lonza Arena“ als Minergie-Zertifizierte Eis- und Eventhalle mit mehreren nationalen und internationalen Auszeichnungen ein vorbildlicher öffentlichen Neubau. Im Weiteren wurde die gesamte öffentliche Beleuchtung der Strassen, Plätze, Parkhäuser, Anlagen usw. in den letzten Jahren auf die moderne, zeitgemässe und stromsparende LED-Technologie umgerüstet.
Besonders im Bereich Ver- und Entsorgung erreicht die Energiestadt erneut ein ausgezeichnetes Resultat. Dank einem innovativen und umfassenden Wasserbeschaffungsmanagement beweist die Gemeinde weiterhin ihre diesbezügliche Vorreiterrolle. So konnte im 2021/22 auf Initiative der Gemeinde Visp und in Zusammenarbeit mit den
Nachbargemeinden Naters, Lalden und Brig-Glis in Rekordzeit mit dem Bau einer neuen Trinkwasserleitung von Mund nach Visp die Trinkwasserversorgungs-Sicherheit der beteiligten Gemeinden sichergestellt werden. Dieses wegweisende und innovative Gemeinschaftsprojekt wurde im Herbst 2022 mit dem begehrten Hauptpreis des #prixalpiq 2022 (Fr. 40‘000.00) für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung ausgezeichnet.
Als Mobilitätszentrum im Oberwallis legt die Gemeinde weiterhin Wert auf ein attraktiv gestaltetes ÖV-Netzwerk mit einem regionalen Busangebot und ausgedehnten Zugverbindungen.
Durch die Zusammenarbeit mit der Energieberatung Oberwallis kann der Bevölkerung von einem umfangreichen und kompetenten Informations- und Beratungsangebot in den Bereichen Energie und Umwelt profitieren. Auch die Schulen engagieren sich stark im Energiebereich und führen regelmässig Energie-Projekttage an den Primar- und Orientierungsschulen durch. So wurden von der Schule Aktionstage, an welchen alle SchülerInnen ihren Schulweg zu Fuss zurücklegen organisiert und durchgeführt.
Für die nächsten vier Jahren hat die Energiestadt Visp erneut ein ambitiöses Aktivitätenprogramm erarbeitet. Vorgesehen ist u.a. die Finalisierung der Energieraumplanung, mit welcher neue "Potenziale von erneuerbaren Energien“ geprüft und evaluiert werden. Zudem sind Sensibilisierungs-Workshops für die Gemeindeangestellten und die Bevölkerung geplant. Bei der Bewirtschaftung der gemeindeeigenen Grünflächen sollen vermehrt einheimischer Arten berücksichtigt und in der Beschaffung von Produkten ökologische und klimafreundliche Kriterien höher gewichtet werden.

von links: Norbert Zuber, Leiter Infrastruktur & Umwelt, Diego Flaviano, EnAlpin; Patrizia Imhof, Swiss Climate AG & Energieberaterin Energiestadt Visp; Stefanie Zimmermann, Gemeinderätin und Präsidentin Energiekommission; Rolet Gruber, Gemeinderat und Andreas Seitz, Gemeindeschreiber

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