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31.01.2021
Kino Astoria, GESCHLOSSEN
31.01.2021
Frau Holle, ABGESAGT
Kindermusical nach dem Märchen der Gebrüder Grimm

Es war einmal eine Mutter, die hatte zwei Töchter. Sie bevorzugte aber eine Tochter, obschon diese eitel und faul war. Die andere Tochter hingegen war brav und fleissig. Eines Tages fiel der Fleissigen beim Spinnen die Spindel in den Brunnen; als sie in den Brunnen stieg, um sie wieder zu holen, landete sie plötzlich in einer fremden Welt.

Sie gelangte zu einem Ofen; darin waren Brote, die riefen: «ziehn eus use, ziehn eus use!» Sie tat wie geheissen. Kurz darauf kam sie zu einem Apfelbaum, dessen Äpfel baten, gepflückt zu werden, was sie auch sogleich erledigte. Schliesslich kam sie zum Haus von Frau Holle, die sie freundlich aufnahm und gut behandelte. Sie lebte bei ihr und half tüchtig im Haushalt mit. Immer wenn sie bei Frau Holle die Kissen ausschüttelte, schneite es auf der Erde. Nach einiger Zeit bekam sie aber Heimweh, Frau Holle liess sie ziehen. Zum Dank wurde sie beim Abschied mit Gold überschüttet.

Zu Hause weckte Goldmarie den Neid ihrer faulen Schwester. Sie wollte es ihr gleichtun und tauchte auch in den Brunnen hinab. Aber sie liess die Brote im Ofen verkohlen, die Äpfel am Baum verfaulen und bei Frau Holle rührte sie keinen Finger. Zum Abschied gab's darum keinen Goldsegen, sondern einen Pechregen...

Frau Holle hat wie die meisten Grimm-Märchen mythologische Wurzeln. Die Figur der Frau Holle geht auf die germanische Göttin «Holda» zurück, eine den Menschen wohlgesonnene Hausgöttin. Sie hilft den Frauen - aber nur den tüchtigen - in allen häuslichen Belangen. Nicht nur den Menschen, auch den Tieren und Pflanzen bietet sie Schutz und wurde deshalb auch als Fruchtbarkeitsgöttin verehrt.

Märlitheater Zürich

Buch und Regie
Ruedi Haas

Musik
Andreas Rüber

Sounddesign
Rolf Staufacher

Bühnenbild
Manuela Lanfranconi
März 2021
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